Verkehrsmittelnutzung, Wege und Wegezwecke, Verknüpfung unterschiedlicher Alltagsaktivitäten sowie Mobilitätsteilhabe, mobilitätsbezogene Lebensqualität und Wahrnehmung verschiedener Verkehrsmittel.
Orientierungen gegenüber Automobilität und anderen Mobilitätsformen, Umweltbewusstsein und gesellschaftspolitische Einstellungen sowie Verantwortungszuschreibungen und Akzeptanz mobilitätspolitischer Maßnahmen.
Räumliche Rahmenbedingungen, Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln und Fahrzeugen sowie individuelle Voraussetzungen und Einschränkungen, die Mobilitätsmöglichkeiten und wahrgenommene Autoabhängigkeit mitprägen.
Sorgeverantwortung und geschlechtliche Arbeitsteilung im Haushalt, insbesondere bei Einkäufen, Bring- und Holwegen sowie der Organisation von Terminen; Wege für und mit anderen Personen, Wegeketten sowie zeitliche und organisatorische Belastungen durch Sorgewege und deren Zusammenhang mit Autoabhängigkeit und Vereinbarkeit.
Können Menschen wichtige Ziele erreichen und am Alltag teilhaben? Dieser Bereich zeigt, wer wegen schlechter Erreichbarkeit auf Aktivitäten verzichtet und wie Pkw-Verfügbarkeit, Autoabhängigkeit, gesundheitliche Einschränkungen und finanzielle Ressourcen damit zusammenhängen. Die Erhebung bildet mehrere, jedoch nicht alle Dimensionen von Mobilitätsarmut ab.
Datenbasis: Online-Stichproben Saarland und Restdeutschland (gewicht1).
Gewichtete Mittelwerte der Dimensionen der Automobility Engagement Scale und der Gender-stereotype-Items im Vergleich der Online-Stichproben Saarland und Restdeutschland (gewicht1).
Die Befragung wurde von Mitte Juli bis Anfang August 2026 durchgeführt. Sie kombinierte eine Online-Erhebung mit einer telefonischen CATI-Erhebung im Saarland.
Die Befragung wurde von UZ Bonn über das Panel von Bilendi Germany durchgeführt, dem 300.000 Befragte angehören. Unterschiedliche Rekrutierungswege, eine Anmeldung mit doppelter Bestätigung (Double-Opt-in), Identitätsprüfungen sowie regelmäßige Datenbereinigungen und Qualitätskontrollen sollten die Qualität und Vielfalt des Panels sichern. UZ Bonn ist nach ISO 20252:2019 zertifiziert.
Bei der Stichprobensteuerung und Gewichtung wurden zentrale soziodemografische und strukturelle Merkmale berücksichtigt:
Zur Vorbereitung der Auswertung wurden mehrere Gewichtungsvarianten erstellt, die sich nach Analyseziel und verfügbarer Erhebungsbasis unterscheiden.
Saarland vs. Restdeutschland (gewicht1): Für den Vergleich zwischen dem Saarland und dem Rest Deutschlands werden ausschließlich Online-Interviews verwendet, um in beiden Teilstichproben eine methodisch einheitliche Datengrundlage sicherzustellen. Einbezogen werden 1.212 Online-Fälle aus dem Saarland und 2.008 Online-Fälle aus dem Rest Deutschlands. Die Anpassung erfolgt für beide Regionen getrennt.
Deutschland insgesamt (gewicht1a): Für gemeinsame Auswertungen Deutschlands insgesamt wird das Saarland nach der getrennten Anpassung der beiden Online-Teilstichproben zusätzlich auf seinen Anteil an der deutschen Wohnbevölkerung im Alter von 16 bis 75 Jahren heruntergewichtet. Dieser Anteil beträgt 1,2136 %.
Saarland gesamt – Online + CATI (gewicht2): Für Analysen des Saarlands allein werden 1.212 Online-Interviews und 400 telefonische Interviews zusammengeführt. Da in der telefonischen Erhebung nur ein Teil der Items erhoben wurde, ist dieses Gewicht nur für Variablen verwendbar, die in beiden Modi vorliegen.
Saarland nur Online (gewicht2a): Für Saarland-Analysen von Merkmalen, die ausschließlich im Online-Fragebogen erhoben wurden, wird die Online-Stichprobe des Saarlands verwendet. gewicht2a entspricht hierfür der nur auf Saarland-Online-Fälle begrenzten Gewichtungsvariante.
Die Gewichtung wurde mit der Software P-STAT unter Verwendung des Deming-Stephan-Verfahrens durchgeführt. Dabei werden die Stichprobenverteilungen iterativ an vorgegebene Randverteilungen angeglichen.
Da insbesondere im Saarland teilweise sehr hohe Einzelgewichte auftraten, wurden die höchsten Gewichte zusätzlich getrimmt. Dadurch wird ein überproportionaler Einfluss einzelner Fälle reduziert. Die verbleibenden Abweichungen von den angestrebten Sollverteilungen liegen nach Abschluss der Gewichtung bei maximal etwa einem Prozentpunkt.
Für die Analyse der Wohnortgröße im Saarland werden Angaben der Kategorie „mehr als 500.000 Einwohnende“ als sachlich unplausibel behandelt und ausgeschlossen. Die verbleibenden vier Ortsgrößenklassen werden als kategoriale Variable modelliert.
Anteile und Mittelwerte werden gewichtet ausgewiesen. Konfidenzintervalle geben die statistische Unsicherheit der jeweiligen Schätzung an.
Zusammenhangsanalysen aus der Querschnittserhebung sind als Assoziationen zu interpretieren. Aus ihnen lässt sich keine kausale Wirkung ableiten.
Die veröffentlichte HTML-Datei enthält ausschließlich aggregierte Ergebnisse. Individualdaten aus der Befragung werden nicht in das Dashboard eingebettet.
Für einzelne Fragen, Items und Skalen wurden bestehende Instrumente und Vorarbeiten herangezogen und für den «saarmila»-Fragebogen teilweise adaptiert.
Sind Sie im Alltag durch gesundheitliche Einschränkungen in Ihrer Mobilität beeinträchtigt?
Welche Antriebsart haben die Autos in Ihrem Haushalt?
Wie viele der folgenden Fahrzeuge gibt es in Ihrem Haushalt?
Wie viele Kilometer legen Sie durchschnittlich am Tag zurück, unabhängig vom Verkehrsmittel?
Sind Sie aktuell im Besitz eines Deutschlandtickets?
Sind Ihre Kinder über 6 Jahre im Besitz eines Deutschlandtickets?
Wie häufig unternehmen Sie Wege, bei denen Sie folgendes Verkehrsmittel als Hauptverkehrsmittel nutzen?
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie in den folgenden Situationen jeweils am häufigsten?
Wie stark beeinflussen die folgenden Faktoren aktuell Ihre Verkehrsmittelwahl im Alltag?
Bitte beurteilen Sie, ob und inwiefern die folgenden Punkte Ihre Lebensqualität verbessern, bzw. verbessern würden.
Den ÖPNV für Alltagsfahrten wie z. B. zur Arbeit oder zum Einkaufen zu nutzen…
Das Fahrrad für Alltagsfahrten wie z. B. zur Arbeit oder zum Einkaufen zu nutzen…
Bitte geben Sie an, wie sehr Sie den folgenden Aussagen zustimmen.
Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Maßnahmen für die Mobilität der Zukunft?
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Im Folgenden geht es um Ihre persönlichen Einschätzungen und Einstellungen zu Umwelt, Klima und gesellschaftlicher Entwicklung. Bitte geben Sie an, inwieweit Sie den folgenden Aussagen zustimmen.
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Sind Sie hauptverantwortlich für die Pflege einer anderen Person mit Pflegegrad?
Wer übernimmt in Ihrem Haushalt überwiegend folgende Aufgaben?
Sorgearbeit erzeugt häufig keine isolierten Einzelwege, sondern komplexe Wegeketten: etwa wenn Arbeitswege mit Einkäufen, dem Bringen oder Abholen von Kindern, Arztterminen oder anderen Begleitwegen verbunden werden. Eine solche Verkettung von Wegen ist für die Analyse von Sorgemobilität zentral, wird in einer stark auf einzelne Wege und klassische Pendelverkehre ausgerichteten Verkehrsplanung und Mobilitätsforschung jedoch leicht unterschätzt. Die folgenden Fragen machen deshalb sichtbar, wie häufig mehrere Zwecke kombiniert werden, welche Zwecke miteinander verknüpft sind und wie komplex solche Alltagswege typischerweise sind.
Wie häufig verbinden Sie auf einem Weg mehrere Zwecke miteinander? (Beispielsweise Arbeit, Einkaufen, Kinderbetreuung oder Freizeit)
Welche der folgenden Zwecke verbinden Sie häufig innerhalb eines Weges oder einer Fahrt?
Wenn Sie unterwegs sind: Wie viele unterschiedliche Ziele, Erledigungen oder Aktivitäten verbinden Sie typischerweise innerhalb eines Alltagswegs bzw. eines zusammenhängenden Weges?
Im Folgenden geht es darum, wie Wege für andere Personen, z. B. Kinder oder pflegebedürftige Personen, organisiert werden und wie selbstständig diese Personen im Alltag unterwegs sein können. Bitte geben Sie an, inwieweit die folgenden Aussagen auf Ihre aktuelle Situation zutreffen.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer aktuellen Lebenssituation im Alltag?
Die Erhebung bildet mehrere, jedoch nicht alle Dimensionen von Mobilitätsarmut ab. Direkt erfasst wird insbesondere, ob das Verkehrssystem die Erreichbarkeit wichtiger Alltagsziele und die Teilnahme an Aktivitäten einschränkt. Die Verfügbarkeit eines Pkw, die wahrgenommene Autoabhängigkeit und weitere Mobilitätsalternativen geben zudem Hinweise darauf, in welchem Umfang geeignete Mobilitätsoptionen zur Verfügung stehen bzw. benötigt werden. Finanzielle Ressourcen werden über das approximierte Nettoäquivalenzeinkommen berücksichtigt. Nicht direkt erhoben wurde jedoch, ob Haushalte Schwierigkeiten haben, ihre tatsächlichen Mobilitätskosten zu tragen. Die Analysen erfassen daher mobilitätsarmutsbezogene Teilhabeeinschränkungen und Vulnerabilitäten, nicht Mobilitätsarmut in allen Dimensionen der Definition.
Mobilitätsteilhabe, wie wir sie gemessen haben, ist im Saarland nicht geringer als in Restdeutschland – sie wird jedoch unter deutlich stärker autoabhängigen Bedingungen realisiert. Fehlender Pkw-Zugang, geringe finanzielle Ressourcen, gesundheitliche Mobilitätseinschränkungen und hohe Autoabhängigkeit hängen mit mobilitätsbedingtem Aktivitätsverzicht zusammen. Diese Zusammenhänge sind im Saarland jedoch nicht statistisch nachweisbar stärker als in Restdeutschland. Mobilitätsarmut erscheint damit weniger als ausschließlich regionales Phänomen denn als Ergebnis des Zusammenspiels ungleich verteilter Ressourcen und mobilitätsstruktureller Anforderungen.
Saarland-Analysen: Online + CATI (gewicht2); Regionalvergleiche: Online (gewicht1).
Im Folgenden geht es darum, wie gut Sie und ggf. Ihre Kinder bzw. Personen in Ihrem Haushalt alltägliche Wege und Ziele erreichen können. Bitte beziehen Sie sich auf Ihre aktuelle Situation im Alltag und geben Sie an, wie sehr Sie zustimmen:
Datenbasis: Saarland Online + CATI (gewicht2).
Datenbasis: Online-Stichproben Saarland und Restdeutschland (gewicht1).